Gesundheitsmanagement Sinofzik
Betriebliche Suchtprävention • Beratung • Fortbildung • Mediation

Norbert Sinofzik
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Die Situation

Suchtkranke sind - in Anlehnung an die WHO-Definition für Alkoholiker - Menschen, die durch exzessiven Mißbrauch von z.B. Alkohol, Medikamenten, Drogen oder Glücksspiel psychisch und/oder physisch abhängig geworden sind. Sie haben deutliche Störungen und Konflikte in ihrer Identität. Wir beschreiben in Anlehnung an die Gestaltpsychologie Identität in 5 Bereichen menschlichen Lebens:

  1. Leiblichkeit
  2. Sozialer Kontext
  3. Arbeit und Leistung
  4. Materielle Sicherheit
  5. Werte und Normen
Die fünf Säulen der Identität

Bei Suchtgefährdeten oder gar Suchtkranken sind oft mehrere, oft alle Säulen beschädigt oder zerstört. Die Deutsche Hauptstelle gegen die Suchtgefahren (DHS) gibt die Zahl der alkoholkranken ArbeitnehmerInnen mit 5 - 8% an. 2% sollen nach Angaben der DHS medikamentenabhängig sein. Weitere 10% gelten als alkoholgefährdet und stehen somit an der Schwelle zur Abhängigkeit. Konkret heißt das: 11% trinken täglich am Arbeitsplatz. Bei starker Arbeitsbelastung haben sogar 23% Alkohol stets griffbereit. Etwa 1/3 aller Führungskräfte leiden unter Alkohol- und Medikamentenmißbrauch. 20 - 30% aller Arbeitsunfälle sind auf Alkohol zurückzuführen. Alkoholkranke MitarbeiterInnen sind 3,5 mal häufiger in Betriebsunfällen verwickelt. Abhängige Mitarbeiter fehlen 16 mal häufiger kurzfristig als ihre gesunden Kollegen und sind 2,5 mal öfter krank. Bei jeder 6. Kündigung spielt Alkohol eine Rolle.

Betriebliche Präventionsprogramme sehen vor:

  1. Strukturelle Hilfsmaßnahmen innerhalb eines Betriebes/einer Behörde mit dem Ziel geeignet Rahmenbedingungen zur Durchführung des Programms zu schaffen.
  2. Information der Vorgesetzten und MitarbeiterInnen über Suchtmittelgefährdungen, um suchtspezifische Auffälligkeiten in ihren Dienstbereichen besser erkennen zu können.
  3. Schulung der Vorgesetzten mit dem Ziel, den Umgang mit suchtgefährdeten Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern besser gestalten zu können.
  4. Aufbau eines Hilfsangebotes innerhalb des Betriebes/der Behörde, um betroffene Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter frühzeitig einem entsprechenden Beratungs- und Therapieangebot zuführen zu können.

Zu 1.:
Der Aufbau einer "Projektgruppe Gesundheit / Sucht" soll die strukturellen Rahmenbedingungen eines adäquaten Hilfsangebotes für Betroffene innerhalb des Betriebes/der Behörde schaffen. Aufgabe des Arbeitsgremiums ist die Bestandsaufnahme sowie die Planung, Organisation und Koordination aller betrieblichen Präventionsmaßnahmen.
Von besonderer Bedeutung ist die Klärung der Frage, wie künftig mit legalen Suchtmitteln umgegangen wird, ebenso die zukünftige Vorgehensweise bei suchtgefährdeten Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern. Als externer Berater kann ich das Projektteam leiten und bei der Ausarbeitung und Umsetzung einer Dienstvereinbarung mitwirken.

Zu 2.:
Um die betrieblichen/behördlichen Probleme erkennen zu können, ist es wichtig, Grundkenntnisse über Suchtmittel zu erwerben. Zu diesem Zweck werden Präventionsmaßnahmen, z.B. Informationsveranstaltungen, Ausstellungen, durchgeführt, durch die über die reine Wissensvermittlung hinaus auch der eigene Umgang mit Suchtmitteln (insbesondere Alkohol und Medikamente) den TeilnehmerInnen bewußter werden soll. Darüber hinaus soll der Sinn betrieblicher Hilfsmaßnahmen, deren Umsetzung sowie die damit verbundenen Schwierigkeiten aufgezeigt werden.

Zu 3.:
Durch die Schulung sollen die Vorgesetzten in die Lage versetzt werden, ihre Hilfs- und Disziplinarfunktionen im Rahmen von auftretenden Suchtmittelauffälligkeiten wahrzunehmen. Inhalt des Trainings ist somit die Erarbeitung von Regeln für diese Gespräche sowie Training der Gesprächsführung.

Zu 4.:
Zeitlich begrenzt kann eine regelmäßige Sprechstunde für Auffällige und deren Angehörige sowie das betriebliche Umfeld eingerichtet werden. Die Beratung bei Betroffenen umfaßt die Motivation sowie die Vermittlung in geeignete therapeutische Maßnahmen. Langfristig können betriebsinterne Ansprechpartner, d.h. MitarbeiterInnen, die eine Suchtkrankenhelferausbildung absolviert haben, eingesetzt werden. Diese Ausbildung kann durch als Ausbilder beim Diakonischen Werk der Evangelischen Kirche im Rheinland gewährleistet werden.
Für die Vorgesetzten kann zur Sicherung der Umsetzung der Schulungsinhalte Beratung im konkreten Einzelfall (Coaching) durch mich angeboten werden. Diese umfaßt die gemeinsame Vorbereitung von Gesprächen mit Betroffenen, sowie die Unterstützung bei der Festlegung und Einhaltung eingeleiteter Maßnahmen. Darüber hinaus besteht für Vorgesetzte auch die Möglichkeit, diese Gespräche gemeinsam mit dem Fachberater des Betriebes zu führen. Eine weitere Hilfsmöglichkeit ist auch die werksärztliche Abteilung.

Ziele betrieblicher Suchtarbeit sind:

dreieck Sicherung des "persönlichen Wirtschaftsstandortes im Betrieb", denn gefährdete oder abhängige MitarbeiterInnen sind auch kündigungsgefährdete MitarbeiterInnen. Sie sind ferner als erste von Personalabbaumaßnahmen betroffen.
dreieck Sicherung der "Betriebswirtschaftlichkeit", denn gefährdete oder abhängige MitarbeiterInnen schädigen durch o. g. Aspekte wirtschaftlich und betriebsklimatisch.
dreieck Sensibilisierung für betriebliche Gesundheitsförderung, denn betriebliche Suchtarbeit versteht sich als "Teilmenge" verschiedener Gesundheitsförderungsprogramme
dreieck Reduzierung / Eindämmung sozialpolitischer Negativentwicklungen, denn wegen Sucht entlassene MitarbeiterInnen werden in der Regel langzeitarbeitslos und führen bei allen psychosozialen Folgestörungen auch zu entsprechenden Folgekosten.
dreieck Lebens- und Arbeitszufriedenheit erhöhen und daraus resultierende Motivationssteigerung bei allen Beteiligten fördern.
dreieck Über die positive Entwicklung bei "akut behandelten" und stabilisierten Auffälligen Motivation zu Reduzierung suchtbegünstigender Betriebsbedingungen. Hierbei kann mein Büro Organisationsberatung leisten.

 

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